Auswirkung von Vitamin D3 auf Osteoporose

Vitamin D Mangel – höheres Osteoporose Risiko?

Osteoporose ist eine Knochen-Krankheit, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt. Sie kann jedoch auch schon ab ca. 30 Jahren auftreten, wenn eine entsprechende Disposition und ein Mineralien- und Vitaminmangel vorliegt. Außerdem werden in den ersten 30 Lebensjahren die Knochen hauptsächlich aufgebaut. Durch diese Mangelerscheinung kommt es zu überhöhtem Knochenabbau und Knochenschwund sowie zur Verminderung des Knochenauf- bzw. Knochenumbaus, der permanent im menschlichen Körper stattfindet. Durch verminderte Knochendichte und poröses Knochengewebe kommt es zu Frakturanfälligkeit und Knochenbrüchen. Wenn es um Vorbeugung oder Behandlung von Osteoporose geht, sind meist Bisphosphonate, Calcium und Vitamin D im Gespräch. Neuere Studien lassen den Schluss zu, dass auch Magnesium um Vitamin K eine wesentliche Rolle im Bereich des Knochenstoffwechsels spielt. Asiaten nehmen weniger Calcium, aber deutlich mehr Vitamin K zu sich als Europäer, haben allerdings viel seltener Osteoporose.

Nicht zu verwechseln ist die echte Osteoporose, die weitestgehend unbemerkt und schmerzlos verläuft, mit der transienten oder transitorischen Osteoporose. Dieses Knochenmarködem-Syndrom ist eine akute Erkrankung, die behandelbar und zeitlich begrenzt ist. Das KMÖS hat wahrscheinlich leichte Mikrofrakturen zur Ursache und heilt vor allem durch Entlastung und Schonung folgenlos aus.

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Knochenabbau und Knochenaufbau

Bestimmte Knochenzellen, sogenannte Osteoklasten, auch als Knochenfresszellen bezeichnet, bauen altes, brüchiges Knochenmaterial ab. Diesem ganz natürlichen Knochenabbau und Knochenschwund folgt normalerweise automatisch ein Neuaufbau von Knochengewebe an gleicher Stelle. Die für den Knochenaufbau zuständigen Osteoblasten bilden ein nicht kollagenes Protein (Eiweißstoff), das Osteocalcin. Für die Produktion des Osteokalzins braucht der Körper Vitamin D und K als sogenannte Kofaktoren. Außerdem ist das Vorhandensein der Knochen-Mineralien Calcium und Magnesium zusätzlich nötig. Ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel kann die Knochenmasse erhöhen und die Mineralisierung der Knochenmatrix (Knochengrundsubstanz) stark verbessern. Diese Faktoren des Knochenneuaufbaus müssen ausreichend zur Verfügung stehen, sonst kann kein Knochen-Aufbau stattfinden. Nimmt die Aktivität der Knochen abbauenden Osteoklasten überhand, werden die Knochen abgebaut und das Knochengewebe vermindert. Die Folge ist zunächst Osteopenie. Wird diese nicht erkannt und behandelt, ist Osteoporose mit der Gefahr von Knochenbrüchen die Konsequenz. Heutzutage wird Vitamin D bei bestehender Diagnose von Osteopenie oder Osteoporose neben Kalzium und Magnesium durch den Arzt verordnet. Dadurch kann laut Studien die Produktion von Osteoklasten effektiv gehemmt werden. Der weitreichende Knochenabbau bei Osteoporose kann nahezu gestoppt werden.

Lohnt sich Nahrungsergänzung mit Vitamin D?

Bei beiden Osteoporose Typen, der postmenopausalen (Typ1) sowie der senilen Form vom Typ 2, deuten diverse Ergebnisse aus Studien mit Vitamin D auf günstige Wirkung hin. Die Vitamine D und K haben demnach bei älteren Menschen, speziell bei postmenopausalen Frauen einen sehr günstigen Einfluss auf die Knochendichte. 188 Frauen im Alter von 50 bis 60 Jahren, alle in der Postmenopause, erhielten drei Jahre lang diverse Ergänzungspräparate. Im Rahmen der “Maastricht Osteostudy” gab es eine Placebo Gruppe. Eine weitere Gruppe erhielt neben 8 Mikrogramm Vitamin D pro Tag noch 500 mg Calcium, 150 mg Magnesium und 10 mg Zink. Die dritte Gruppe bekam Vitamin D3, Mineralstoffe und zusätzlich 1 mg Vitamin K1 täglich. Der jeweils im Oberschenkel gemessene Knochenverlust war in der dritten Gruppe um 35 bis 40 % geringer als in den anderen. Vollständig ließ sich der Knochenabbau aber durch die Nahrungsergänzungen nicht verhindern.

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Therapie der Osteoporose

Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 und ausreichender Aufnahme von Calcium und Magnesium im Verhältnis 2:1 ist eine wichtige Supplementierung bei Osteoporose, sowohl bei diagnostizierter Erkrankung als auch zur Vorbeugung des Knochen-Festigkeits-Verlusts. Außerdem wird empfohlen, sich viel zu bewegen, da dadurch der Knochenaufbau angeregt wird. Einige Antiepileptika und vor allem Cortison stören die Aufnahme und Synthese von Vitamin D. Dies sollte insbesondere bei Einnahme der Medikamente berücksichtigt werden. Eine entsprechende Einnahme einer Nahrungsergänzung sollte zeitversetzt zu der Medikation erfolgen.

Studien und Quellen:

Three-year low-dose menaquinone-7 supplementation helps decrease bone loss in healthy postmenopausal women von Knapen MH, Drummen NE, Smit E, Vermeer C, Theuwissen E. Osteoporos Int. 2013 Sep;24(9):2499-507. doi: 10.1007/s00198-013-2325-6. Epub 2013 Mar 23 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23525894

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