Vitamin D3 in der Schwangerschaft

Substitution und Supplementierung von Vitamin D während der Schwangerschaft

Zur Einnahme von Vitamin D3 während der Schwangerschaft gibt es unterschiedliche Aussagen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass eine Überdosierung von Vitamin D in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen haben kann. Andererseits wurde an anderer Stelle bereits geklärt, dass es eine echte Überdosierung von Vitamin D3 gar nicht gibt. Die Synthese aus der Sonneneinstrahlung stellt der Körper automatisch ein und die maximale Dosierungsempfehlung sollte man sowieso nicht überschreiten. Im Zweifelsfall benötigt der Körper einer schwangeren Frau nicht weniger, sondern eher mehr Vitamin D3 als die normale Empfehlung für Erwachsene lautet.

Welche Folgen hat ein guter Vitamin D3 Spiegel auf das Kind?

Laut Studien gibt es Zusammenhänge zwischen einer guten Colecalciferol-Versorgung in der Schwangerschaft und der Entwicklung der Muskelkraft von Kindern. Vitamin D scheint schon in der Gebärmutter die Entwicklung der Muskeln zu stärken. Auch ist bekannt, dass Vitamin D3 wichtig für die Entwicklung und das Wachstum des Skeletts ist. Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und selbstverständlich genauso für das noch nicht geborene Kind im Mutterleib. Eine chinesische Studie bewies ein mittleres geringeres Geburtsgewicht unter einem niedrigen D3-Spiegel der Mutter. Ebenso hat Vitamin D3 Einfluss auf das Nervensystem. Gerade bei Schwangerschaften im Winter sind die D3-Speicher, die im Sommer evtl. gefüllt werden konnten, schnell leer und sollten für die Gesundheit des Kindes kontinuierlich aufgefüllt werden. Laut einer deutschen Studie der Justus Liebig University Giessen aus dem Jahr 2013 hatten 98% der Blutproben werdender Mütter im Winter einen Vitamin D3-Spiegel von 50 nmol / l, was als Mangel bzw. als Status an der Grenze zur Unterversorgung gilt. In den Sommermonaten hatten nur 49% der Mütter einen entsprechenden Mangel auf dem gleichen Niveau.

Vitamin D Schwangerschaft Baby Kind Neugeborene

Nicht nur die Entwicklung des Kindes ist betroffen, auch der Schwangerschaftsverlauf kann unter dem Mangel von Calciol Schaden nehmen. So werden Gestationsdiabetes, Bluthochdruck und Frühgeburten mit einem Vitamin D3 Mangel in Verbindung gebracht. Auch Präeklampsie wird inzwischen nicht nur mit Magnesiummangel assoziiert sondern auch der D3 Mangel kann ursächlich für die auftretenden Symptome wie Hypertonie, Proteinurie und Ödeme sein. Uneinig sind sich die Wissenschaftler bei der gleichzeitigen Einnahme von D3 und Calcium. Hier müssen weitere Studien erfolgen, da eine Studie eine signifikant höhere Frühgeburtenraten unter Ca und D3 Supplementierung auswies.

Vitamin D3 Spiegel bei Neugeborenen

Klar ist, dass der bei Mutter und Kind gemessene Vitamin D Spiegel bei der Geburt identisch ist. Ist also der Spiegel bei der Mutter gut, ist auch das Baby bereits gut versorgt. Zur Höhe des empfohlenen Vitamin D3 Spiegels bei Neugeborenen gibt es leider widersprüchliche Aussagen. Während einige Studien darauf hinweisen, dass ein relativ hoher D3-Spiegel das Risiko von Allergien bei Säuglingen erhöht, beweisen andere Studien das Gegenteil. Möglicherweise könnte ein zu hoher Spiegel die Entwicklung von regulatorischen T-Zellen unterdrücken. Damit würden die zur Allergie-Abwehr wichtigen T-Zellen fehlen. Nun ist das nur eine Seite der Medaille, denn die Entstehung von Lebensmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird ja nicht allein vom Vitamin-D-Spiegel beeinflusst. Eine Vielzahl anderer Faktoren, wie zum Beispiel die genetische Veranlagung, spielen eine wichtige Rolle. Es gibt so viele Studien, die insgesamt den Nutzen von D3 beweisen wie auch ein signifikant niedrigeres Risiko in den ersten Lebensjahren an Asthma zu erkranken. Man sollte also den gesunden Mittelweg wählen und nicht panisch werden, denn tatsächlich bewiesen ist der überwiegende Nutzen von D3-Supplementierung während der Schwangerschaft. Die positive Wirkung von Vitamin D für die Knochengesundheit und als Rachitisvorsorge gilt seit langer Zeit als bewiesen und wird für Säuglinge im ersten Lebensjahr empfohlen und standardmäßig von Kinderärzten verschrieben.

Studien und Quellen:

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